Walter KOCH, München
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Das Bezugsfeld der Notare der Reichskanzlei in staufischer Zeit.
Die seit einigen Jahrzehnten laufenden Arbeiten an der kritischen Edition der
Urkunden der Könige und Kaiser aus dem Hause der Staufer für die Diplomata-Reihe
der Monumenta Germaniae historica waren und sind mit intensiven kanzleigeschichtlichen
Untersuchungen verbunden, die sich -- zur Kennzeichnung der Kanzleimäßigkeit
-- vornehmlich mit den schreibenden Notare befaßten und sich bemühten,
durch die Kombination der Ergebnisse von Schrift- und Stilvergleich sowie historischer
Nachrichten den zunächst einmal in der Regel anonym gebliebenen Kräften
Konturen zu verleihen, ihre Einbettung in die Kanzleiarbeit und ihre Bezüge
nach außen aufzuhellen, wobei sich im Laufe des staufischen Jahrhunderts
- insbesondere durch den Zusammenprall traditionell deutscher und südlicher
Gegebenheiten - modifizierte Blickrichtungen ergeben.